HUNDELEBEN

But first coffee! Wie sieht euer Morgen denn aus? Sucht ihr zuerst das Badezimmer auf oder ist der erste Gang in die Küche um die Kaffeemaschine anzuschalten? Die erste Stunde nach dem Aufstehen kann entscheidend den Tag beeinflussen. Früher habe ich mir tatsächlich keine Gedanken um Rituale gemacht. Doch seit ich selbstständig bin, musste ich mir eine Morgenroutine aneignen. Zum einen, weil ich früher aufstehen wollte um mehr Zeit zu haben und zum anderen um den Tag strukturierter zu gestalten. Ich habe über ein halbes Jahr experimentiert und endlich herausgefunden, was das beste für mich und meine Hunde ist.

Das mit dem Aufstehen ist so eine Sache. Ich war schon immer eher der Langschläfer-Typ. Dafür arbeite ich aber auch sehr gerne abends oder sogar bis in die Nacht. Mein Ziel ist es, jeden Morgen um 5.00 Uhr aufzustehen, um so noch mehr Zeit für mich und meine Hunde zu haben. Ich kann es nicht von heute auf morgen verändern. Daher stehe ich Woche für Woche immer ein bisschen früher auf bis ich mein Ziel erreicht habe. Momentan stehe ich zwischen 6.00 und 7.00 Uhr auf. Direkt nachdem ich die Augen geöffnet habe, beginnt auch schon mein erstes Ritual.

Aroma-Diffuser

Zuallererst schalte ich meinen Aroma-Diffuser an. Ich liebe es! Ich könnte nicht mehr ohne. Dieses kleine Ritual hat meinen Morgen ziemlich verändert. Durch den Aroma-Diffuser fühle ich mich lebendiger und wache so gerne auf, weil ich mich schon auf den entspannten Geruch freue. Ja, der Aroma-Diffuser hat es mir angetan. Deshalb habe ich ihn mir gleich nochmal gekauft und ihn auf meinen Schreibtisch gestellt. Auch bei der Arbeit liebe ich den Duft von Kamille oder einer Öl-Mischung. Das lässt mich tatsächlich entspannter arbeiten und war ein wirklicher game changer!

10-Minuten Meditation

Meditation ist für mich wichtig! Deshalb meditiere ich auch immer 10 Minuten nach dem ich aufgestanden bin. Das lässt mich entspannt in den Tag starten und hat mir geholfen, den innerlichen Druck den ich eine Zeit lang nach dem Aufstehen verspürte zu mildern. Meist höre ich mir eine geführte Meditation an. Das entscheide ich allerdings spontan – je nachdem wie ich mich fühle. Finn legt sich meist mit dazu. Auch er kann bei ruhiger Musik so richtig entspannen und genießt das Ritual direkt nach dem Aufstehen.

Finn & Samu

Dann geht’s raus aus den Federn. Jetzt wird ausgiebig mit Finn gekuschelt. Entweder kommt er zu uns ins Bett oder ich setze mich zu ihm ins Hundekörbchen. Zwischen 5 – 10 Minuten wird wirklich nur entspannt und an nichts gedacht. Nach dem Kuscheln geht es zu Sami. Wir wohnen ja mit meinen Eltern im selben Haus und Samu wohnt bei ihnen. Nachdem ich auch mit Samu gekuschelt habe, lasse ich die Hunde in den Garten Pipi machen. Finn und Samu Zeit ist sowieso eigentlich immer.

Zwischendrin brauche ich immer mal eine kleine Pause und muss vom PC weg. Dann leg ich mich zu ihnen, geh mit ihnen in den Garten oder eben spazieren. Viel trainiert wird unter der Woche nicht. Wir machen eher Übungen für die Physiotherapie um so den Bewegungsapparat zu stärken. Ein wöchentliches Ritual ist es, mit beiden Hunden Einzelspaziergänge zu machen. Das tut nicht nur ihnen gut, es stärkt auch enorm die Bindung. Man kann sich beim Einzelspaziergang viel besser auf nur einen Hund konzentrieren und ist viel achtsamer mit der Umgebung.

Nachdem die Hunde den ganzen Garten abgeschnüffelt haben, ist es Zeit so richtig in den Tag zu starten. Unsere große Spazierrunde starten wir allerdings erst um 11.00 Uhr.

Bett machen

Früher hasste ich es, das Bett zu machen und heute könnte ich mir nichts schöneres vorstellen. Ehrlich! Nachdem ich mit den Hunden im Garten war und sie sich lösen konnten, gehe ich wieder mit Finn in unsere Wohnung und räume auf. Zuerst wird das Bett gemacht. Das gibt mir das Gefühl schon etwas so früh am Tag „erledigt“  oder „geschafft“ zu haben. Danach ziehe ich mich an, gehe ins Badezimmer und mache mich fertig für den Tag. Erst dann gehe ich in die Küche und mache mir einen Tee. Finn legt sich während dieser Zeit nochmal ins sein Hundekörbchen und macht die Augen zu. Spätestens wenn ich in der Küche bin, kommt er hinzu. Denn dann gibt es für ihn immer einen kleinen Keks!

Tee-Zeit

Auch die Tee-Zeit gehört zu meinen wichtigen Ritualen. Die Sorte des Tees ist für mich gar nicht so entscheidend. Doch während ich meinen Tee trinke, lese ich entweder in meiner Achtsamkeit-Zeitschrift, setze mich zu Finn ins Hundebett oder sitze einfach nur da und lasse meine Gedanken ziehen. Während meiner Tee-Zeit werde ich erst so richtig wach und fange an meine Gedanken zu sortieren.

Tagesplanung

Noch während ich meinen Tee trinke, schnappe ich mir mein Bullet Journal und plane meinen Tag. Ich hab immer 1000 Dinge im Kopf und mir hilft es diese von Hand in mein Journal aufzuschreiben. Das befreit meinen Geist, gibt mir Sicherheit und Struktur. Zudem schreibe ich mir tatsächlich nur 3 To Dos auf, die heute wirklich wichtig sind. Diese 3 To Dos, arbeite ich ab. Erst dann schaue ich, was ich mir noch so aufgeschrieben habe und was ich nicht erledigen könnte! Das hilft mir entspannter zu arbeiten. Früher hatte ich immer 10-12 To Dos auf meiner Liste stehen. Meist habe ich nur 5-6 geschafft und kam dann ganz schön in Hektik! Ich machte mich selbst immer mehr verrückt und der innerliche Druck wurde immer größer. Für mich ist es wichtig, meinen Tag so planen zu können, dass es mir gut geht und ich und meine Hunde entspannt sind. Noch wichtiger ist mir Freiheit! Meine tägliche Planung hilft mir, mir diese Freiheit jeden Tag einzuräumen.

Dankbarkeitstagebuch

Nach meiner täglichen Planung, nehme ich mir mein Dankbarkeitstagebuch zur Hand. Dies ist zu gleich auch mein Tagebuch. Als ich in den USA war, habe ich täglich meine Gefühle und Gedanken aufgeschrieben. Dadurch habe ich so viel mehr über mich selbst erfahren und es tat einfach so gut, sich alles von der Seele zu schreiben. Auch dadurch habe ich einen freien Kopf bekommen und einen klaren Blick auf sämtliche Dinge. Natürlich ist mein Dankbarkeitstagebuch in erster Linie da, um aufzuschreiben, wofür ich täglich dankbar bin. Aber manchmal ist es mir nicht nach Dankbarkeit, weil ich es nicht immer tiefe Dankbarkeit spüre. Aus diesem Grund schreibe ich sämtliche Gedanken hinein. Dennoch versuche ich jeden zweiten Tag in die Dankbarkeit zu gehen und mich auf die positiven und kleine Dinge im Leben zu konzentrieren. Denn auch das macht einen enormen Unterschied. Früher sah ich immer nur das große Ganze und hatte keine Augen für die wunderbaren Kleinigkeiten. Erst durch Finn und Samu habe ich gelernt, achtsamer mit mir, den Hunden und meiner Umwelt umzugehen. Somit steht in meinem Dankbarkeits-Tagebuch zum Beispiel: „Ich bin dankbar dafür, dass mich Finn heute mit seinen strahlenden Augen angeschaut hat und mir das Gefühl von Zufriedenheit vermittelt hat.“ Solche Kleinigkeiten habe ich erst mit meinen Augen gesehen, als ich angefangen habe in mein Dankbarkeits-Tagebuch zu schreiben.

 

 

Zwischen 8.00 und 8.30 Uhr, fange ich dann an zu arbeiten. Hier schnapp ich mir dann auch mein Müsli und esse. Ich muss immer ein bisschen auf den Beinen sein. Erst dann bekomme ich Hunger! Was ich noch gerne in meine Routine mit aufnehmen würde ist das Yoga. Dafür bleibt momentan keine Zeit. Wenn ich es schaffe um 5 Uhr aufzustehen, dann werde ich es auf jeden Fall integrieren.

Hast du auch eine morgendliche Routine? Wenn ja, wie läuft der Morgen bei dir ab? Auch strukturiert? Mir hat es wirklich viel geholfen den Morgen genau so zu beginnen. Das gibt mir selbst ein Gefühl von Sicherheit und Zufriedenheit. Zudem bin ich viel entspannter und konzentrierter bei der Arbeit.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Start in den Tag.

Alles Liebe, deine Lisa