Hilfe – Diagnose Magendrehung!

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Über ein Jahr ist es nun her, als Finn notoperiert wurde und die Magendrehung überlebte. Keine einzige Sekunde habe ich je daran gezweifelt, dass er das nicht täte, dennoch war ich überaus erleichtert, die positive Nachricht aus der Klinik zu hören.

Zwei Beiträge zur Magendrehung, habe ich schon erfasst. Die könnt ihr gerne nochmal nachlesen.
Zudem habe ich auch eine sehr persönliche Podcastfolge zu diesem Thema aufgenommen.
Hier erzähle ich dir unsere Geschichte. Wie ich die Magendrehung mit Finn erlebt habe, welche Risikofaktoren es gibt und wie du einen kühlen Kopf bewahren kannst, wenn der Ernstfall eintritt.
Die Links dazu, findest du ganz unten im Beitrag. 

 

Heute möchte ich über das Thema Magendrehung im Allgemeinen sprechen, denn oftmals wird es den Hundehaltern falsch vermittelt oder von uns Haltern falsch verstanden.

 

Was ist eine Magendrehung überhaupt?

Der Magen des Hundes hängt an diversen Bändern und kann sich daher bewegen. Wenn sich der Magen aufgast, werden die Bänder locker und es kann dazu kommen, dass der Magen sich um die eigene Achse dreht. Dabei werden abgehende und ankommende Blutgefäße sowie Magen Ein- und Ausgang (Darm und Speiseröhre) abgeschnürt und unterbrochen. Besonders schlimm für unsere Vierbeiner ist das Abschnüren der Blutbahnen, denn hier kann der Kreislauf schlapp machen, was zu einem Kollaps führt. Die Magendrehung ist ein absoluter Notfall und man sollte so schnell wie möglich in die Klinik fahren. Wird eine Magendrehung zu spät erkannt, führt diese innerhalb von ein paar Stunden zum Tod.

Was sind die Anzeichen einer Magendrehung?

Wenn ein Hund eine Magendrehung hat, erkennst du das daran, dass er Unruhe zeigt, ziemlich schwach ist, sich vom Menschen zurück zieht, stark hechelt und speichelt und blasse Schleimhäute hat. Versucht der Hund zu trinken, spuckt er es gleich wieder aus, da nichts mehr durch die Speiseröhre abfließen kann. Genauso kann auch nichts mehr rauskommen, das erkennst du daran, wenn der Hund versucht sich zu übergeben, allerdings ohne Erfolg. Bei Finn war es so, dass er sich zurückzog, nicht essen und trinken wollte und im Garten dann zusammenbrach. Als er versuchte sich zu übergeben und es kam nichts, fuhren wir sofort in die Klinik.

Wie kann eine Magendrehung passieren?

Mir wurde immer erzählt, dass der Hund eine Magendrehung nur bekommen kann, wenn er nach dem Fressen spielt und rennt. Deshalb haben wir immer ganz besonders darauf geachtet, dass nach dem Fressen Ruhe herrschte. Tja doof nur, wenn man immer nur davon ausgeht, bei Finn es aber aus der Ruhe heraus passiert ist. Erst durch unsere Ärztin, die Finn nach der OP behandelte erklärte mir, dass eine Drehung nur passieren kann, wenn der Magen aufgegast ist. Erst wenn der Magen aufgast, wie ein Ballon, lockern sich die Bänder und der Magen kann sich um die eigene Achse drehen.

Dieses Aufgasen kann wie in Finn’s Fall, durch eine fehlerhafte Ernährung entstehen. Finn hatte vor der Magendrehung viele Probleme mit Unverträglichkeiten. Er litt an Sodbrennen und Blähungen. Das sind Anzeichen dafür, dass der Hund das Futter nicht verträgt und hier der Magen aufgasen kann.

Die Ursachen wie eine Magendrehung zustande kommt, sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Bei einigen Hunden passiert die Drehung über Nacht oder aus der Ruhe heraus, andere hatten einen vollen Magen.
Deshalb sollte man den Hund mit vollem Magen trotzdem nicht spielen lassen. Denn sind wir mal ehrlich, wenn wir mit vollem Magen einen Marathon rennen müssten, würden wir uns wahrscheinlich auch übergeben müssen. Der Grundsatz „Mein Hund kann nur eine Magendrehung bekommen wenn er einen vollen Magen hat und mit anderen Hunden spielt“ ist somit nicht ganz richtig.

Aus diesem Grund solltest du unbedingt auf die Anzeichen achten und lieber rechtzeitig zum Tierarzt oder in die Klinik fahren.

Wie kann ich vorbeugen?

Ja, das frage ich mich oft. Viele Ärzte sagen, dass Schäferhunde besonders anfällig dafür sind, da sie einen sehr breiten Brustkorb haben, weshalb sich der Magen einfacher um die eigene Achse drehen kann, ich glaube das hängt mit vielen verschiedenen Ursachen zusammen.

Mir war vor Finn’s Magendrehung schon aufgefallen, dass er des Öfteren aufgebläht sein musste, da er oft schmatze, den Boden leckte, aufstoßen musste und Blähungen hatte. Alles Anzeichen einer Übersäuerung des Magens, wie mir unsere Tierärztin beschrieb. Selbst nach der OP hatte ich ihm noch rohes Fleisch gegeben, doch unser Hauptproblem, das Aufblähen blieb weiterhin bestehen. Gott sei Dank konnte sich sein Magen nicht mehr umdrehen, da dieser angenäht war, aber der Zustand des aufgegasten Magens musste endlich verändert werden.

Lange wollte ich mir nicht eingestehen, dass Finn sein Frischfleisch nicht verträgt, denn er wurde doch so super gesund ernährt! Aber an diesem lag es dann tatsächlich. Finn verträgt einfach kein rohes Futter. Weder Fleisch noch Gemüse oder Obst! Also stiegen wir um auf gekochtes Fleisch und gegartes Gemüse.
Wir haben die perfekte Fleischsorte für ihn gefunden, welche magenschonend ist. Zusätzlich bekommt er Süßkartoffel und Karotten, Hirse und Kokosöl. Seitdem ist er nicht mehr aufgebläht, muss weder aufstoßen oder den Boden abschlecken.

Zum Thema vorbeugen kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen, ich achte natürlich jetzt immer darauf, dass Finn und Sami nicht aufgebläht sind und wenn Samu Anzeichen hat, dass er ein Futter nicht verträgt, wird dieses erst Mal weggelassen. Ich hab des Weiteren auch ein homöopathisches Mittel für die zwei bekommen, welches ich geben kann, wenn beide Bauchschmerzen bekommen sollten und außerdem hab ich in meiner Notfallapotheke zu Hause immer eine Flasche Saab Simplex für Blähungen zu Hause, so dass ich schnell reagieren kann.

Ich bin froh eine Tierärztin gefunden zu haben, die uns über die Magendrehung so gut aufgeklärt hat, uns mit Rat und Tat zur Seite stand und immer noch steht und Finn nun ein beschwerdefreies Leben, leben darf!

Finn geht es endlich wieder gut. Derzeit machen wir eine Entgiftungs-Kur 🙂 um den Stoffwechsel anzuregen und von Schadstoffen zu befreien! Darüber berichten wir aber demnächst ausführlich 🙂

 

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Hier geht es zum Podcast –> Hilfe! Diagnose Magendrehung